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„Alles muss bezweifelt werden“
Günther Pallaver ist jetzt Rentner, wenigstens als Professor für Politikwissenschaft. Er wird sich weiter einmischen. Über linke Politik, Anpassung, Zweifel. Und Fagottspielen.
Georg Mair | 7. Okt 2020 | ff 41/2020
Günther Pallaver ist 65 und als Uni-Professor in Pension: „Der Zugang zur Uni ist eng, also habe ich den Platz geräumt.“

Foto: Alexander Alber

ff: Sie sind mit 1. Oktober als Universitätsprofessor in Pension gegangen. Mit 65, wie kann man bloß?

Günther Pallaver:Das österreichische Dienstrecht sieht vor, dass ein Professor mit 65 in Pension gehen muss. Ich hätte die Möglichkeit gehabt, noch drei Jahre weiterzumachen. Ich habe abgelehnt.

Abgelehnt?

Vor zwei Jahren war am Institut für Politikwissenschaften eine Stelle ausgeschrieben, für die sich 50 Leute beworben haben, aus Europa, den USA und Kanada. Einer qualifizierter als die andere. Ich habe mir gedacht,...

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