Für Menschen aus Kastaniengegenden gibt es während der Bratkastanienzeit ein unumstößliches Naturgesetz: Kastanien und neuer Wein (oder, für Kinder, irgendein Fruchtsaft) gehören zusammen. Spätestens nach der fünften oder sechsten, „trocken“ hinuntergewürgten Bratkastanie müssen auch Zugereiste erkennen, dass der Mensch – kastanientechnisch betrachtet – eine Fehlkonstruktion ist: Jeglicher Speichelfluss bleibt aus, die zerkauten Kastanien verdichten sich im Mund gnadenlos zur „Papp“, da hilft nur ein ordentlicher Schluck „Siaßer“ oder richtig durchgegorener „Nuier“.
Historisch...
