Eigentlich“, schreibt Thomas Casagrande, „waren all die Jahre seit meiner Kindheit geprägt von der Auseinandersetzung mit ihm. Es hat nie aufgehört.“ Otto Casagrande, der Vater, der den Sohn auch als Toter nicht loslässt, starb in der Nacht vor einem Treffen von NS--Veteranen im Jahr 1990.
Otto Casagrande aus Leifers hatte sich 1939 mit 20 freiwillig zur Waffen-SS gemeldet. Er war ein uneheliches Kind, der Vater ein Offizier des Esercito italiano, er hat ihn nie kennengelernt. Die Mutter will, dass der Sohn eine gute Schulbildung bekommt, doch sie erkrankt an Tuberkulose und kann...
