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Vater, was hast du getan?
Thomas Casagrande hat die Biografien von Südtirolern in der Waffen-SS aufgeschrieben. Und deren Nachfahren gefragt, wie sie damit umgehen.
Georg Mair | 2. Okt 2024 | ff 40/2024
1939 freiwllig zur Waffen-SS: Karl Nicolussi-Leck (Mitte) als Panzerführer der 5. SS-Panzer Division „Wiking“.

Foto: Herbert Walther, Divisonen der Waffen-SS im Einsatz. 1940–1945. Fotos der Kriegsberichter.

Eigentlich“, schreibt Thomas Casagrande, „waren all die Jahre seit meiner Kindheit geprägt von der Auseinandersetzung mit ihm. Es hat nie aufgehört.“ Otto Casagrande, der Vater, der den Sohn auch als Toter nicht loslässt, starb in der Nacht vor einem Treffen von NS--Veteranen im Jahr 1990.

Otto Casagrande aus Leifers hatte sich 1939 mit 20 freiwillig zur Waffen-SS gemeldet. Er war ein uneheliches Kind, der Vater ein Offizier des Esercito italiano, er hat ihn nie kennengelernt. Die Mutter will, dass der Sohn eine gute Schulbildung bekommt, doch sie erkrankt an Tuberkulose und kann...

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