Diese ausgedehnte und landschaftlich besonders eindrucksvolle Rundwanderung im Villnößer Tal führt durch die felsdurch-setzten Südabhänge der Aferer Geisler, die bis um 1900 als „Ruefen“ bezeichnet wurden. In den oberen Abschnitten ist etwas Schwindelfreiheit gefordert, die Aussicht auf die Villnößer Geisler, die Furchetta, den Sass Rigais oder die westlich der Mittagsscharte in den Himmel ragenden Fermedatürme ist traumhaft. Die Wanderung folgt den historischen Jagdsteigen, die in den Herrenwäldern der Tiroler Landesfürsten angelegt wurden.
Ausgangspunkt ist der Parkplatz oder die Bushaltestelle in Zans (1.670 m) im Talschluss des Villnößtals. Direkt hinter der Hütte „Treffpunkt Zans“ (einzige Einkehrmöglichkeit auf der Tour!) beginnt der Weg Nr. 25. Er führt über den Kaserill-bach, bei der nächsten Kreuzung biegen wir rechts ab. Der Weg folgt dem Bachverlauf bis zum markanten Graben des Atzbaches. Beim Schild (Herrensteige 25 und 32) biegt man links ab und steigt in Serpentinen bergwärts. Bei einer Weggabelung auf 1.970 m folgen wir rechts dem Steig Nr. 25, dem „Oberen Herrensteig“. Dieser quert, anfangs leicht ansteigend, die felsigen Steilhänge oberhalb der Waldgrenze.
Wir wandern über die steilen Grashänge und erreichen die Bergschulter auf 2.250 m – es ist der höchste Punkt der Wanderung, von dem man ein herrliches Gipfelpanorama auf die Geisler genießen kann. Der gut angelegte Steig mündet unterhalb der Kälbergartenspitze in den „Günther-Messner-Steig“, dem man im Abstieg bis zum Furtschellensattel folgt. Von hier wandern wir ein kurzes Stück hinab, bis wir bei einer Gabelung scharf links auf Steig Nr. 32A zur Kofelwiese (1.952 m) abzweigen.
Ab der Kofelwiese (Hinweisschild „Zans“) führt der Wanderweg zu einer Abzweigung (1.895 m, Villtatscher Berg) und verläuft als schöner Höhenweg (Nr. 32, „Unterer Herrensteig“) in östliche Richtung. Bei einer Weggabelung (1.958 m) geht es nach rechts und über steilere Serpentinen (Weg Nr. 32B) bis zum Wildgehege beim Zanser Boden. Wir kehren nun taleinwärts, an den Schautafeln des Lehrpfades vorbei, nach Zans zurück.
Infos in Kürze
Mittelschwere Bergwanderung mit Aussicht.
Beste Zeit: Anf. Juni–Ende Okt.Gehzeit: 4 h 5 min,
10,4 km, 755 Hm
Start: Parkplatz Zans und Bushaltestelle im Talschluss des Villnößer Tales.
Öffis: Von Klausen oder Brixen
mit Linienbus Nr. 332 nach
St. Magdalena/Villnöß und
weiter nach Zans.
Anfahrt mit dem Auto:
Von Klausen in das Villnößtal nach St. Magdalena. Von dort über die enge Straße bis zum Talschluss nach Zans, dort gebührenpflichtiger Parkplatz.
Einkehrtipp
Treffpunkt Zans: Infostelle und einzige Einkehrmöglichkeit auf der gesamten Tour. Gefälliger Holzneubau mit wunderbarer Sicht auf die Geislerspitzen, große Auswahl an hausgemachten Kuchen und kleinen Gerichten.
Geöffnet Anf. Mai–Anf. Nov. (Mo. Ruhetag) und Ende Dez.–Ende März. (Mo., Di. Ruhetag),
Rodelverleih im Winter, Tel. 0472 840054 oder 333 4714302, www.zans.it
Die ungekürzte Version und viele weitere Wandertipps finden Sie im Buch.


