Zum Hauptinhalt
Der Wille zur Erinnerung
Wir haben vergessen, dass viele Südtiroler auswandern mussten. Nur wer die Vergangenheit wach hält, kann Verständnis für andere aufbringen.
ff media | 3. Okt 2018 | ff 40/2018
Heidy Kessler

Foto: Alexander Alber

Das kollektive Gedächtnis ist ein Begriff, der einmal in Mode war. Es galt als Voraussetzung für einen kollektiven Lebensentwurf. Ideologien wären demnach Lebensentwürfe von Gesellschaften mit dem „Wir-Gefühl“ als Grundvoraussetzung.

Dieses kollektive Gedächtnis ist zerbröselt. Unsere Gesellschaft hat keine Wunschvorstellung von der Zukunft. Wir leben in einer postideologischen Zeit, das hat die Fünfsternebewegung am schnellsten erkannt. Tatsächlich ist das Ende der Geschichte gekommen, wie es der Politikwissenschaftler Francis Fukuyama bereits 1992 diagnostizierte. Nur in einem...

Abo testen

Abonnieren Sie jetzt die ff - und Sie erhalten Zugriff auf alle Inhalte

Sie sind bereits Abonnent?