Alexander Charim, 42, ist ein Theater-regisseur, der alte Stoffe liebt. Don Carlos, Fidelio, Dantons Tod, Werther, Wehe dem, der lügt – Schiller, Goethe, Beethoven, Shakes-peare, Büchner. Und jetzt bei den Vereinigten Bühnen Bozen „Der Tod in Venedig“ nach der Erzählung von Thomas Mann über einen alternden Schriftsteller, der nach Venedig reist. Der auch nicht abreist, als die Cholera in der Stadt ausbricht, weil ihn ein Knabe namens Tadzio in den Bann zieht, ein ideal schöner Mensch. Am Ende setzt sich Aschenbach am Strand in einen Liegestuhl und stirbt.
Charim hat an...
