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Er kann es nicht lassen
Der konservativste Journalist des Landes, Moritz Windegger, wurde Franziskaner. Warum bloß?
Andrej Werth | 29. Sep 2021 | ff 39/2021
Fühlt sich vom Kreuz angezogen: Moritz Windegger.

Foto: Ludwig Thalheimer

Kurz nach 10 Uhr ist der Moment gekommen, auf den Bruder Moritz, ohne es zu wissen, schon sein ganzes Leben gewartet hat. Während seine Mitbrüder die Heiligen anrufen, liegt er auf dem Boden vor dem Altar der Franziskanerkirche in Bozen. Das Gesicht auf die überkreuzten Arme gelegt, die Augen fest geschlossen. Wenige Minuten später steht er auf und gibt das Versprechen seines Lebens: Armut, Gehorsam und Keuschheit.

Gott ist vielleicht nicht tot, aber Menschen, die Gott ihr Leben widmen, gibt es so gut wie keine mehr. Zwanzig Jahre ist es her, dass ein Südtiroler in Südtirol zum...

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