Die politische Klasse des Landes hege eine wahre „Obsession“ für Wahlreformen. Das sagt Alessandro Chiaramonte, Professor für Politikwissenschaft in Florenz, nicht ohne Grund: Am Sonntag wählt Italien nach dem sogenannten „Rosatellum“, es ist das fünfte Wahlrecht seit 2005. Und das siebte in der Geschichte der Republik.
Das Pendel schwang dabei stets zwischen den Polen Mehrheitswahlrecht („the winner takes it all“) und Verhältniswahlrecht (proportionale Verteilung der Sitze) hin und her. Woher kommt diese Vorliebe, eine der wichtigsten Regeln einer Demokratie laufend zu ändern? Und...
