(ak) Er ist ein Scheusal aus dem Bilderbuch, dieser Richard. Äußerlich missgestaltet, seiner Mutter schon als Kind zuwider, erfüllt ihn von Kopf bis Fuß nur eines: kaltes Machtstreben. Woher dieses rührt, darauf liefert der Narzisst mit psychopathischen Zügen selbst schulterzuckend die Antwort: „… weil ich nicht den Liebhaber spielen kann, quäl ich mich mit blutdurchtränkter Axt und mache Jagd auf diese Krone.“
Und wie er sie jagt, diese Krone, die über ihm schwebt wie ein Damoklesschwert (Bühnenbild: Kerstin Kahl). Unermüdlich und ungerührt schichtet er ein Grab nach dem anderen...
