Mitten in den Wellengängen der Pandemie, zwischen Maskenreinigung und Risikokontakten kommt man als Journalist hin und wieder auf seltsame Gedanken. Man blickt dann auf sein Aufnahmegerät, hört die vielen Stunden aufgezeichneter Telefon-Interviews der letzten Monate ab und stellt fest, dass man eine der grundlegenden Voraussetzungen seines Berufs nicht mehr versteht: Die Menschen reden mit mir, aber ich habe keine Ahnung, warum.
Die Wahrheit ist: Sie müssten es nicht, vielleicht sollten sie es auch nicht. Wir leben in einer Zeit, in der man jedem, der die Öffentlichkeit sucht,...
