Im Dorfzentrum von Innichen ragt die Stiftskirche in den Himmel. Sie wirkt wie ein Fels – zeitlos, als könne ihr nichts und niemand etwas anhaben. Ein Ort der Beharrlichkeit und Beständigkeit, der seit Jahrhunderten über die Menschen wacht. Gegenüber, in der Probstei, hätte zu Monatsbeginn ein neuer Seelsorger einziehen sollen. Doch in den ersten Septembertagen hieß es dann, G. C. bleibe noch für einige Erledigungen in Sterzing, wo er bisher als Kooperator tätig war. Dann knallt es.
Was geschieht, lässt die Innichner Stiftskirche in ihren Grundfesten erzittern: Eltern verweigern ihren...
Denn sie wissen nicht, was sie tun
Kirche in der Krise. Die Ereignisse der vergangenen Tage zeigen: Nach den Missbrauchsfällen hat sie nichts dazugelernt.
Im Januar hatte Bischof Ivo Muser das Missbrauchsgutachten überreicht bekommen. Er gelobte Besserung im Umgang mit Tätern und Opfern: Dieses Versprechen hatten die Menschen ernst genommen. Viele von ihnen sind jetzt enttäuscht. Die Kirche hat das hart erarbeitete Vertrauen wieder verspielt.
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