Anfang Juli, Landeshauptmann Arno Kompatscher spaziert über den Magnago-Platz in Richtung Landtag, als ihn ein Junge im gestreiften T-Shirt und mit Kamera an der Seite abfängt. Gerade waren Aufnahmen von der Fratelli-d’Italia-Jugendorganisation Gioventù Nazionale bekannt geworden, man sah darin Hitlergrüße, Mussolini-Verehrung, das volle Fascho-Programm beim hiesigen Koalitionspartner der SVP. „Wie können Sie dabei zusehen?“, fragt der Junge den Landeshauptmann.
Der lächelt zunächst noch souverän, verweist aufs Regierungsprogramm. Als der Junge nachhakt, nach der „roten Linie“...
