Zum Hauptinhalt
Er, sie und es
Brauchen wir eine geschlechtergerechtere Sprache? Über diese Frage wird kontrovers diskutiert – im Deutschen öfter als im Italienischen. Warum das so ist.
ff media | 14. Sep 2021 | ff 37/2021
Der Gender-Sprachwandel ist kein natürlicher Sprachwandel, sondern entspringt einer sprachpolitischen Steuerung. Ewa Trutkowski, Sprachwissenschaftlerin an der Universität Bozen

Foto: Alexander Erlacher/Uni Bozen

Direttore e non direttrice“, sagt sie. Auf der Bühne des bekanntesten italienischen Musikfestivals vor mehr als zehn Millionen Fernsehzuschauern weist die Orchesterdirigentin Beatrice Venezi Anfang dieses Jahres den Moderator freundlich, aber bestimmt an, sie als „Dirigent“ anzukündigen und nicht als „Dirigentin“. „Mein Beruf hat einen präzisen Namen: ‚Direttore d’orchestra. Und so will ich auch gerufen werden“, erklärt Venezi, ohne groß weiter Worte zu verlieren.

Was auf den ersten Blick wie eine kuriose Episode aus der farbenfrohen italienischen Fernsehlandschaft erscheinen...

Abo testen

Abonnieren Sie jetzt die ff - und Sie erhalten Zugriff auf alle Inhalte

Sie sind bereits Abonnent?