Das breite Gipfelplateau des Monte Piana ist heute ein frei zugängliches Freilichtmuseum, in dem zahlreiche Stellungen aus dem Ersten Weltkrieg die Zeit überdauert haben. Wir starten am Antornosee und wandern über eine breite, ehemalige Militärstraße.
Mit Blick auf die Drei Zinnen gehen wir am Ufer des Antornosees entlang und biegen nach dem See links ab (Nr. 1, „Monte Piana“). Auf einem Steig geht es durch den Wald, bis wir auf eine Fahrstraße treffen. Hier und an allen weiteren Abzweigungen folgen wir der Ausschilderung „Monte Piana“/„Rifugio Maggiore Angelo Bosi“ (Nr. 122). Wir sind jetzt auf einer historischen Militärstraße unterwegs, die in moderater Steigung erst durch lichten Wald, dann an latschenbewachsenen Felswänden entlangführt.
Mit jedem gewonnenen Höhenmeter wird der Ausblick auf die umliegenden Berge atemberaubender, auch die Sicht auf den schon bald tief unter uns liegenden Misurinasee ist grandios.
Wir erreichen schließlich die Bosi-Hütte (Rifugio Angelo Bosi). Wer trittsicher und schwindelfrei ist, kann unterhalb der Hütte über einen Steig auf das große Gipfelplateau am Monte Piana abkürzen. Oberhalb der Hütte befindet sich die sogenannte Heldenkapelle, die den Gefallenen dieses Gebirgsstocks gewidmet ist.
An der Hütte folgen wir weiter Weg Nr. 122 und können uns kurz danach entscheiden: Links geht es über einen Steig mit Klettersteig-Passagen zum Gipfel des Monte Piana („Historischer Rundweg“), geradeaus auf breitem Weg (Nr. 122). Wir entscheiden uns für geradeaus und damit für den Dolomiten-Höhenweg 3, der nicht schwierig im leichten Anstieg über das weite Gipfelplateau führt. Wir passieren alte Kriegsstellungen, die auch betreten werden können. An einigen Stellen sind die Schützengräben so tief, dass man uns selbst im Stehen von außen nicht mehr sehen kann. Wir kommen an der beeindruckenden Carducci-Pyramide vorbei und gelangen auf einem der vielen kleinen Pfade, die zum Gipfelkreuz weisen, schließlich auf den höchsten Punkt des Monte Pianas.
Wer mag, kann noch zum Nordgipfel („Monte Piano“, 2.305 m) des weitläufigen Plateaubergs weitergehen. Über den Hinweg geht es mit herrlichem Panoramablick zurück zum Antornosee.
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