Heute schenkt ein Vernatsch, sagt man leichtfüßig-beschwipst im tiefen Keller, heute schenkt er einem Leichtigkeit, helle Frucht, Saftigkeit und jene feine Trinkigkeit, die „kompliziertere“, schwere, auch sauteurere Rotweine längst verloren haben.
Früher, als der ins 98ste Lebensjahr gehende Alt-Kellermeister Grazian Filippi noch ein junger Kellerspund war, wurde der Vernatsch mit Pech und Schwefel verteidigt. Und quasi mit Pech und Schwefel doppelt haltbar gemacht: weil die „Gär-Stander“ Fässer aus Lärchenholz waren und die Lärche ewig – wie beim traditionellen griechischen...
