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Von Wolkenstein zum Crespëinasee
ff media | 4. Sep 2024 | ff 36/2024
Die hübsche Silvesterkapelle im Langental birgt Fresken aus dem 18. Jh.

Foto: Anja Eichelsdörfer

Vom Langental steigen wir steil hinauf ins Chedultal unterhalb der Cirspitzen, weiter hinauf zum Crespëinajoch und hinab zum glas-klaren Crespëinasee. Unser Rückweg führt über das Cirjoch und hinab zum Grödner Joch. Mit dem Bus fahren wir bequem zurück nach Wolkenstein.

Vom Parkplatz am Eingang zum Langental bringt uns der breite Wanderweg (Nr. 14, „Chedultal“) in wenigen Minuten zur Silvester-kapelle. Auf Höhe der Kapelle biegen wir rechts auf Weg Nr. 12 ab und steigen recht steil durch den Wald nach oben. Bis zum Crespëinajoch geht es stetig bergauf. Wir verlassen bald den Wald, der Weg schlängelt sich unter den Cirspitzen (rechts) und dem Mont de Sëura (links) durch das grüne Chedul-tal in die Höhe. Nach 2–2½ Std. folgen wir an einer Abzweigung weiter dem Weg zum Crespëinajoch (Nr. 12), nach einem letzten steilen Anstieg über Holzstufen haben wir das kreuzgeschmückte Crespëinajoch erreicht.

Ein herrlicher Ausblick erwartet uns hier oben. Wir blicken auf die Cirspitzen und das Chedultal, sehen dahinter die Seiser Alm und den Schlern, vor uns breitet sich die Crespëina-Hochebene aus. Vom Joch wandern wir geradeaus weiter (Nr. 2, „Puez Hütte“) und dann auf schottrigem Steig bergab bis zu einer ebenen Fläche. Ungefähr dort, wo der Weg wieder ansteigen würde, biegen wir links ab und erreichen den etwas versteckt liegenden, malerischen Crespëinasee – für uns einer der schönsten Plätze im Naturpark Puez-Geisler! Nach einer ausgiebigen Rast kehren wir zum Crespëinajoch zurück und folgen jetzt Weg Nr. 2 („Cirjoch“), halten uns nach den Holzstufen dieses Mal also links.

Auf dem schmalen, relativ eben verlaufenden Steig kommen wir den Dolomitenfelsen ganz nah, meistern eine leicht ausgesetzte Stelle und erreichen nach einem kurzen, steilen Anstieg das Cirjoch. Mit Blick auf das Sellamassiv wandern wir durch die bizarren Felsformationen der Cirspitzen hindurch. Auf dem gerölligen Steig geht es zum Teil recht steil bergab. Bei der Jimmi-Hütte haben wir den anstrengendsten Teil hinter uns. Auf Weg
Nr. 2 wandern wir über grüne Almwiesen hinab zum Grödner Joch, fahren von dort mit dem Bus nach Wolkenstein und gehen noch etwa zehn Minuten zum Parkplatz zurück.

Infos in Kürze

Lange und anstrengende Wanderung, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit werden vorausgesetzt.

Start: Langental, Parkplatz (1.620 m)

Mittel bis schwer

Gehzeit: 5½–6 Std., 1.090 Hm bergauf, 600 Hm bergab, 9,4 km

Anfahrt: In Wolkenstein noch vor der Ortsmitte von der Hauptstraße links abbiegen, der Beschilderung „Langental“ folgen bis zum (kostenpflichtigen) Parkplatz am Eingang des Langentals.

Bus: Nr. 357, Haltestelle: Langental, von hier auf Weg 14 in etwa 10 Min. zum Ausgangspunkt.

Einkehrtipp

Jimmi-Hütte: Beliebte Berghütte mit schöner Panoramaterrasse, Südtiroler Küche, leicht gehobene Preise.
Im Sommer
Juni–Okt. geöffnet,
Tel. 0471 836776,

www.jimmyhuette.com.

Die ungekürzte Version und viele weitere Wandertipps finden Sie im Buch.

Das Buch zum Tipp

Anja Eichelsdörfer

Dolomiten hautnah

Leichte bis mittelschwere Wanderungen

Folio Verlag

(Wien/Bozen) 2024

ISBN 978-3-85256-898-0

Erhältlich im Buchhandel.