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Gebrauchte Geschichte
Wie Südtirol mit der Erinnerung umgeht, wie sie von der Politik in Dienst genommen wird. Und warum die Historiker nicht mehr so laut sind.
Georg Mair | 4. Sep 2024 | ff 36/2024
Beispiel für eine gemeinsame Geschichtsschreibung: In der Gedenkstätte unter dem Siegesdenkmal werden Faschismus und Nationalsozialismus gleichermaßen aufgearbeitet.

Foto: Alexander Alber

Auf der Franzensfeste soll 2027 das Museum für die Geschichte Südtirols eröffnen. Es ist ein Lieblingsprojekt von Landeshauptmann Arno Kompatscher – seit sechs Jahren laboriert das Land schon daran. Ende Oktober will die Arbeitsgruppe, die am Feinschliff arbeitet, die Inhalte des Museums näher vorstellen.

Es ist der Versuch einer gemeinsamen Geschichtsschreibung. Denn die Erinnerung an die Vergangenheit entzweit das Land bis heute. Der Erinnerungskrieg ist nicht mehr so heftig wie noch vor 40 Jahren, aber er flammt immer wieder auf, wenn es um den Ersten Weltkrieg, um Faschismus...

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