Georg Mair hat vollkommen recht, wenn er beklagt, dass die Jugendlichen (oder besser ein Teil davon) mit ihrem Hang zur Techno-Musik keinen Platz in Südtirols Städten haben.
Doch näher betrachtet, wären zwei Dinge dazu anzumerken. Erstens: Während den Handwerksbetrieben Strafen drohen, wenn sie den Beschäftigten keinen Lärmschutz bieten, haben die Menschen in ihrer Freizeitbeschäftigung (Disco u. ä.) völlige Narrenfreiheit. Viele Jugendliche sind schon deshalb sehr früh hörgeschädigt. Zweitens: Der Begriff „Tanzen“ trifft auf die Bewegungen zur Technomusik nicht zu (im Grunde beherrschen diese Disziplin nur Afro- und Lateinamerikaner; wir „Weiße“ sind Spastiker im Vergleich.)
Was in Südtirol aber gänzlich fehlt, ist die Sensibilisierung der Jugendlichen für die Oper. Sie ist die eigentliche Königsdisziplin in der Musik, gleich der Lyrik in der Dichtung (laut Schopenhauer).
Aber leider, leider, sagt der Schneider, haben nur wenige Südtiroler ein Ohr dafür.
Anna Johanna Schwellensattl Clara, St. Pankraz