Plastiktüten weg, Einweggeschirr verbieten, nun klammert man sich an den letzten Strohhalm, auch dieser aus Plastik. Weiß die EU-Umweltpolitik, wohin der Weg führen soll? Den Plastikmüllberg abzubauen, der mittlerweile in den Ozeanen vor sich hindümpelt, gehört auf der globalen Agenda ganz nach oben.
Einseitige Verbote haben lediglich einen Show-Effekt.
Unserem verschwenderischen Lebensstil, den uns die Konsumgüterindustrie mit seinem Verpackungswahn und dem Einweggebrauch förmlich aufdrängt, muss abgeschworen werden. Der kritische Konsument hat den Taktstock in der Hand, die Hersteller zu umweltfreundlichen Alternativen anzuhalten, indem er aufzeigt, dass er nicht mehr von Kopf bis Fuß auf Plastik eingestellt ist.
Thomas Malfertheiner, Bozen
Der letzte Plastikhalm
ff 33/18 über den Trinkhalmhersteller Alpiplast in Partschins und das Verbot von Trinkhalmen in der EU
