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Der Dichter, der stört
Er war einer der großen Dichter des 20. Jahrhunderts. Und ein Faschist. Die Literaturtage in Lana haben gezeigt: Ezra Pound lässt niemanden kalt.
Georg Mair | 6. Sep 2017 | ff 36/2017
Plakat der Literaturtage in Lana: Tiefenbohrungen in hartem Gestein.

Foto: Alexander Alber

Mary de Rachewiltz, 92, schwingt ein rotes Buch und tut so, als würde sie es Marcel Beyer am liebsten über den Schädel schlagen.
Beyer, 52, ein bekannter deutscher Schriftsteller, schaut ein wenig ängstlich drein. Was hat die alte, zarte Dame vor? Sie legt das Buch wieder hin.
In dem Buch kann man nachlesen, wie der Dichter Ezra Pound (1885–1972), Vater von Mary de Rachewiltz, sich selber und seine Sprache verriet: Es sind die 120 Reden, die er zwischen 1940 und 1943 für den faschistischen Rundfunk hielt. Sie erzählen von fixen Vorstellungen, vom Größenwahn eines Dichters, der meinte, er...

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