„Es hat mir das Herz zerrissen“, sagte die renommierte Hydrologin und Geografin Carmen de Jong bei einem Besuch in Südtirol auf Einladung der Climat Action South Tyrol.
Patient Wald, Borkenkäfer, Speicherbecken und Skipisten, die den Boden versiegeln, das Wasser oben am Berg reicht nicht mehr. Das Hochpumpen zum Beispiel in Sexten benötigt bis zu 30.000 Liter Diesel pro Tag.
Sowohl in Antholz als auch in Cortina ist die Erde dort, wo die Projekte für Olympia umgesetzt werden, permanent in Bewegung. Pfeiler werden bis zu 10 Meter in den Boden gerammt und Schutzbauten und Drainagen gebaut, die Natur zerstören. Die Speicher-becken im Kalterer Wald werden, wie alle anderen, auch nur Wasser haben, solange es welches gibt.
Alle diese Frevel werden nicht von irgendwelchen Konzernen begangen. Es sind die Gemeindeväter und -mütter unserer Dörfer, eingeborene Südtiroler, die mit einem Mandat Verantwortung tragen. Ich appelliere an die Kinder dieser Menschen, die die schwerwiegenden Folgen zu tragen haben werden, sich für ein lebenswertes Leben in Zukunft einzusetzen.
Dass immer mehr denkende Jugendliche Depressionen und Zukunftsängste haben, scheint niemanden zu interessieren.
Ilse Plunger, Lana