Die Wanderung zur Alm ist denkbar einfach und auch mit einem geländetauglichen Kinderwagen gut zu schaffen. Vom Parkplatz an der alten, einst vom Bachwassser betriebenen Säge oberhalb von Kastelbell-Freiberg führt ein breiter Forstweg (Nr. 7) eben und im letzten Stück mit sanfter Steigung zur Alm, die einzige Kurve auf dem letzten Wegabschnitt vor der Alm kann über einen Wald- und Wiesensteig abgekürzt werden. Verirren oder vom Weg abkommen ist unmöglich!
Marzoner Alm
Die mächtigen, schützenden Berge im Rücken sind die Ausläufer des auf 3.257 m aufsteigenden Hasenöhrls, sie trennen den Vinschgau vom Ultental. Die Alm auf 1.590 m ist im Besitz einer Interessentschaft von Vinschger Bauern, die hier ihr Vieh weiden lassen. Seit etlichen Jahren sind Gudrun und Josef Gerstgrasser die Pächter. Rund um die verschiedenen Gebäude fühlen sich allerlei Tiere wohl, darunter Hühner, Schafe, Ziegen, Pferde und natürlich Rinder. In der Küche bereitet Sepp, unterstützt von einem eingespielten Team, eine gute Auswahl an deftigen Gerichten zu, die viele fleißige Helfer auf den Terrassen rund ums Haus servieren. Bekannt sind das Schöpserne (Hammelbraten), das Rindsgulasch, das Hirschgulasch oder die Bandnudeln mit Wildragout. Für den Nachschub an Wildbret sorgen die Jäger in der Familie, die Portionen auf den Tellern sind üppig. Speck liefern die Schweine vom Heimathof Josefs. Kräuter und Salate kommen aus dem großen Garten unterhalb des Hauses, das Fassbier von der Brauerei Forst, die guten Weine – viele werden auch glasweise ausgeschenkt – von Vinschger Weinbetrieben wie dem Himmelreichhof oder dem Rebhof in Kastelbell.
Die ungekürzte Version und viele weitere Wandertipps finden Sie im Buch.

