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Zur Marzoner Alm bei Kastelbell
Hoch über Kastelbell, auf der bewaldeten Seite des Vinschger Nörderbergs, liegt auf einer kleinen Geländeschulter das Berggasthaus Marzoner Alm. Wegen der prächtigen Aussicht über den Vinschgau und zur gegenüberliegenden Texelgruppe, der kurzen Zustiegswege und der professionellen Führung durch die flotten Wirtsleute ist die Alm ein viel besuchtes Ausflugsziel.
ff media | 30. Aug 2022 | ff 35/2022
Wanderer genießen eine prächtige Aussicht über den Vinschgau und zur gegenüberliegenden Texelgruppe.

Foto: Oswald Stimpfl

Die Wanderung zur Alm ist denkbar einfach und auch mit einem geländetauglichen Kinderwagen gut zu schaffen. Vom Parkplatz an der alten, einst vom Bachwassser betriebenen Säge oberhalb von Kastelbell-Freiberg führt ein breiter Forstweg (Nr. 7) eben und im letzten Stück mit sanfter Steigung zur Alm, die einzige Kurve auf dem letzten Wegabschnitt vor der Alm kann über einen Wald- und Wiesensteig abgekürzt werden. Verirren oder vom Weg abkommen ist unmöglich!

Marzoner Alm

Die mächtigen, schützenden Berge im Rücken sind die Ausläufer des auf 3.257 m aufsteigenden Hasenöhrls, sie trennen den Vinschgau vom Ultental. Die Alm auf 1.590 m ist im Besitz einer Interessentschaft von Vinschger Bauern, die hier ihr Vieh weiden lassen. Seit etlichen Jahren sind Gudrun und Josef Gerstgrasser die Pächter. Rund um die verschiedenen Gebäude fühlen sich allerlei Tiere wohl, darunter Hühner, Schafe, Ziegen, Pferde und natürlich Rinder. In der Küche bereitet Sepp, unterstützt von einem eingespielten Team, eine gute Auswahl an deftigen Gerichten zu, die viele fleißige Helfer auf den Terrassen rund ums Haus servieren. Bekannt sind das Schöpserne (Hammelbraten), das Rindsgulasch, das Hirschgulasch oder die Bandnudeln mit Wildragout. Für den Nachschub an Wildbret sorgen die Jäger in der Familie, die Portionen auf den Tellern sind üppig. Speck liefern die Schweine vom Heimathof Josefs. Kräuter und Salate kommen aus dem großen Garten unterhalb des Hauses, das Fassbier von der Brauerei Forst, die guten Weine – viele werden auch glasweise ausgeschenkt – von Vinschger Weinbetrieben wie dem Himmelreichhof oder dem Rebhof in Kastelbell.

Die ungekürzte Version und viele weitere Wandertipps finden Sie im Buch.

Das Berggasthaus Marzoner Alm liegt hoch über Kastelbell.

Foto: Fotos: Oswald Stimpfl

Infos in Kürze

Von Kastelbell-Freiberg auf die Marzoner Alm

Gehzeit: 35 min,
130 Hm, 1,8 km (Hinweg)

Start: Parkplatz „Alte Säge“ oberhalb von Kastelbell-Freiberg

Anfahrt: Von der Vinschgauer Straße in Kastelbell bei der ampelgeregelten Engstelle im Dorf über die Etschbrücke und den Bahnübergang den Schildern „Latschinig“ und „Freiberg“ folgen. Die schmale, asphaltierte Straße klettert den Berghang hinauf, das letzte Wegstück durch den Wald bis zum Parkplatz „Alte Säge“ ist gekiest.

Einkehrtipp

Marzoner Alm
Freiberg, Kastelbell-Tschars, geöffnet vom 1. Mai
bis Ende Oktober,
kein Ruhetag.
Tel. 335 5605862
www.marzoneralm.it