Früher hatten viele Kellereien, besonders die größeren und auf jeden Fall aber die Kellerei-Genossenschaften, so etwas, was der gemeine Volksmund eine „Wein-Schwemme“ nannte: also ein Lokal, das sich mit seinen großzügigen Öffnungszeiten perfekt an den Bauernrhythmus anpasste – mit nie vorhersehbaren Überstunden, weil die Bauern, wenn sie schon die von ihnen hier verwalteten, vergorenen, gereiften und eingekellerten Trauben endlich einmal als fertigen Wein verkosteten, nicht so genau auf die Uhr schauen wollten. Nach dem Spritzen, Mulchen, Ausdünnen, Bewässern, Rauten, Schneiden, egal:...
„A Glaasl an Guatn!“ – Die Basis-Weine (2)
