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Der Mantel der Geschichte
Ein äthiopischer Mantel in der Villa Freischütz in Meran erzählt das 20. Jahrhundert: vom General, der ihn aus Abessinien mitbrachte, und von einem grausamen Eroberungskrieg.
Georg Mair | 31. Aug 2021 | ff 35/2021
„Wie viel Blut klebt daran“: Der Prunkmantel aus Äthiopien ist in der Villa Freischütz in Meran ausgestellt.

Foto: Georg Tappeiner

Als Enea Navarini nach dem Zweiten Weltkrieg den Dienst beim italienischen Militär quittierte, begrub er die Vergangenheit in sich und in seiner Villa, der idyllischen Villa Freischütz, in Meran. Deswegen lässt sich heute gut sein Leben und seine militärische Karriere rekonstruieren, etwa sein Einsatz im blutigen Eroberungskrieg, den das faschistische Italien 1936 und 1937 in Äthiopien (damals Abessinien) führte.

Was hinter dem Leben von Enea Navarini steckt, haben jetzt die Ethnologin Ariane Karbe (sie steht dem Vorstand der Stiftung, die heute die Villa führt, als Museumsplanerin...

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