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Im Namen des Volkes
Wenn ein Politiker immerzu „das Volk“ im Munde führt, sollten die Menschen hellhörig werden. Denn dann ist ihre Freiheit in Gefahr. Ein Essay von Ulrich Ladurner.
ff media | 28. Aug 2019 | ff 35/2019
Der britische Premier Boris Johnson beim G7-Gipfel in Biarritz: Der wahre Populist hat einen absoluten Machtanspruch.

Foto: APA/AFP/POOL/Ludovic Marin

Populismus hat bei vielen Menschen einen guten Ruf. Schließlich, so sagen sie, komme das Wort von populus, Volk. Was ist gegen jemanden einzuwenden, der im Namen des Volkes spricht? Nichts, oder? Schon gar nicht in einem System, dass sich Demokratie nennt, also Herrschaft des Volkes.

In den letzten Jahren haben Politiker, die sich selbst stolz Populisten nennen, bei Wahlen viele Erfolge erzielt. Der Italiener Matteo Salvini und der Brite Boris Johnson gehören zu den erfolgreichsten Populisten des alten Kontinents. Salvini übernahm die Lega im Jahr 2013. Da lag sie bei rund 3...

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