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Abrissparty
Kurz bevor Bagger die Südtirolersiedlung plattmachen, inszenieren die Volksschauspiele Telfs Felix Mitterers „Verkaufte Heimat“ in den Ruinen. Ein Festival an Emotion und Pathos.
Andrej Werth | 28. Aug 2019 | ff 35/2019
Nicht nur durch die Häuser, auch durch die Familien gehen Risse. Die Tschurtschenthalers haben sich aber entschieden: Sie gehen fort aus Südtirol.

Foto: Bernd Schranz

Exzellent! Erstklassig! Einzigartig! Wer die aktuelle Inszenierung der Tiroler Volksschauspiele Telfs kommentiert, dreht kräftig an der Adjektivschleuder. Gut, bei „Verkaufte Heimat“ des Tiroler Autors Felix Mitterer handelt es sich auch nicht um einen beliebigen Stoff, sondern um das filmische Südtirol-Epos. Der in den 1980er-Jahren gedrehte Vierteiler (Regie: Karin Brandauer, Gernot Friedel) erzählt die schwierigsten Kapitel dieses Landes: Faschismus, Option, Nationalsozialismus und Bombenjahre. „Verkaufte Heimat“ ist kein Film, es ist die psychosoziale Aufarbeitung von...

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