Diese abwechslungsreiche Wanderung führt zu einem prächtigen Aussichtsberg im österreichisch-italienischen Grenzgebiet, dem Helm. Die Grenze verläuft genau auf dem Gipfel. Vom Helm schaut man bis zu den Bergen des Alpenhauptkamms; Dreischusterspitze, Haunold und zahlreiche weitere Berge der Sextner Dolomiten scheinen zum Greifen nah. Im Gipfelbereich erinnern Ruinen an den Gebirgskrieg 1915-1918.
Viele Wege führen auf den Helm – das fängt bereits bei der Seilbahn an. Wahlweise bringt uns die Helmbahn von Vierschach oder der Helmjet von Sexten zum Ausgangspunkt der Wanderung. Oben angekommen, gehen wir zum Helm-Restaurant und folgen dem mit Holzscheiben verzierten Weg Nr. 20 („Helm“) in Richtung Nordosten, biegen also auf Höhe der Terrasse links ab.
Durch lichten Lärchenwald und später über einen strauchigen Hang geht es stetig bergauf. Wir erreichen einen Sattel, biegen links ab (kein Schild) und folgen dem Steig, der sich gut sichtbar nach oben schlängelt. Jetzt folgt der beschwerlichste Teil der Wanderung.
Zum einen geht es jetzt steiler bergauf, zum anderen wird der Weg felsiger. Nach 20 bis 30 Minuten liegt dieses Stück hinter uns. Vor uns schmiegen sich große Gebäude in den Felsen – ehemalige Kasernen aus dem Ersten Weltkrieg. Kaum vorstellbar, wie kalt es hier oben gewesen sein muss! Wenige Meter geht es noch bergauf, dann haben wir die Helmhütte und damit den Gipfel erreicht. Ein imposantes Gipfelerlebnis erwartet uns. Bei guter Fernsicht kann man sogar den Großglockner und die Hohen Tauern erkennen. Panoramatafeln helfen uns beim Identifizieren der Gipfel.
Am Gipfelkreuz vorbei wandern wir nun geradeaus in Richtung Osten. Man könnte hier gleich rechts steil über den Bergrücken absteigen, wir entscheiden uns für den kniefreundlicheren Umweg über die ehemalige Militärstraße.
Wenige Minuten später biegen wir rechts ab (Nr. 3, Nr. 20, „Hahnspielhütte“). Auf dem Karnischen Höhenweg, der uns herrliche Ausblicke auf die Sextner Dolomiten und die Sextner Sonnenuhr beschert, wandern wir zu den Seilbahnen zurück. Unterwegs kommen wir noch an der Hahnspielhütte vorbei.
Infos in Kürze
Wanderung auf die Helmhütte in Sexten
Start: Bergstationen auf dem Helm-Plateau (2.050 m)
Gehzeit: 3 Stunden, 440 Hm, 7 km
Anfahrt: am Ortsausgang von Vierschach auf der rechten Seite mit der Seilbahn Helmbahn Vierschach zur Bergstation. Oder am Ortsausgang von Sexten auf der linken Seite mit dem Helmjet Sexten zur Bergstation.
Tel. 0474 710355
www.dreizinnen.com
Juni–Oktober geöffnet
Einkehrtipp
Hahnspielhütte:
Panoramaterrasse und kleine Aussichtsplattform mit Blick auf die Sextner Sonnenuhr, typische Südtiroler Gerichte, selbst gemachte Kuchen.
Juni–Oktober geöffnet
Tel. 0474 830046
www.hahnspielhuette.com
Die ungekürzte Version und viele weitere Wandertipps finden Sie im Buch.

