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„Es muss knallen“
Die Medien sind mehr denn je auf Krawall gebürstet. Übertreibung und schamlose Überspitzung scheint die Leserschaft aber eher abzustoßen.
Maßlos übertreiben und möglichst „laut“ sein: Beispiele von Schlagzeilen, die Aufmerksamkeit erregen wollen, aber oft das Gegenteil erreichen.

Foto: Archiv

Lärm ist zur Gewohnheit geworden. Das Rauschen der Autos, der Rasenmäher des Nachbarn, das Gebimmel der Glocken, das Knattern der Baustelle: Solche Dinge, weiß Lärmforscherin Brigitte Schulte-Fortkampf, „nimmt man meist gar nicht mehr bewusst wahr“. Um aufzuschrecken brauche es schon etwas Außergewöhnliches: etwa den heftigen Donnerschlag eines nahenden Gewitters oder die Sirene, die jeden Samstagmittag aufheult. Da zuckt der Körper zusammen: Das ist der Lärm, der bewusst wahrgenommen wird, Schmerz bereitet – und notgedrungen Aufmerksamkeit erzeugt.

Aufmerksamkeit erzeugen: Das ist...

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