Lärm ist zur Gewohnheit geworden. Das Rauschen der Autos, der Rasenmäher des Nachbarn, das Gebimmel der Glocken, das Knattern der Baustelle: Solche Dinge, weiß Lärmforscherin Brigitte Schulte-Fortkampf, „nimmt man meist gar nicht mehr bewusst wahr“. Um aufzuschrecken brauche es schon etwas Außergewöhnliches: etwa den heftigen Donnerschlag eines nahenden Gewitters oder die Sirene, die jeden Samstagmittag aufheult. Da zuckt der Körper zusammen: Das ist der Lärm, der bewusst wahrgenommen wird, Schmerz bereitet – und notgedrungen Aufmerksamkeit erzeugt.
Aufmerksamkeit erzeugen: Das ist...
