Die Tinte war noch nicht trocken, mit welcher der Pariser Vertrag am 5. September 1946 unterzeichnet worden war, als Kritik und Beschimpfungen über das Abkommen hereinbrachen. Karl Gruber (1909–1995), Österreichs Außenminister und Vertragsunterzeichner, wurde als „Verräter“ niedergemacht, als „Agent der Engländer“, der Südtirol für ein „Linsengericht“ verschachert habe.
Als Gruber von den Friedensverhandlungen aus Paris zurückkam und am Bahnhof in Innsbruck ausstieg, soll er von einem, der ihn erkannte, eine saftige Ohrfeige erhalten haben (die Geschichte bleibt eine Legende)....
