Die Einheimischen stöhnen und neigen zur Aussage, Fremdenverkehr mögen wir nicht mehr. Es kommen mehr Menschen, als uns lieb sind.
Unter diesen Gegebenheiten ist Tourismus eher eine Bedrohung als eine Chance. Die Infrastrukturen sind nicht mehr auf eine so hohe Anzahl von Besuchern ausgelegt, wichtige Ressourcen für die Einheimischen sind überstrapaziert, Wohnpreise kaum noch erschwinglich, Gastronomie und Freizeitangebote überteuert und Rückzugsorte für „Dableiber“ eine Rarität. Der Gast darf nicht zur Last werden. Von daher braucht es die „Balance der Interessen“, sonst fehlt den Ansässigen die Luft zum Atmen.
Thomas Malfertheiner, Bozen