„Der Serienkiller steht nicht vor Gericht. Er sitzt in der Jury.“ Der Satz auf dem Cover von „Thirteen“ verspricht viel – und Autor Steve Cavanagh enttäuscht nicht. Der Ire war selbst lange Zeit Bürgerrechtsanwalt, er weiß also, wie es vor Gericht zugeht.
In seinem Thriller steht der New Yorker Strafverteidiger Eddie Flynn vor einem aussichtslosen Fall: Der prominente Schauspieler Bobby Solomon wird des Mordes an seiner Frau beschuldigt. Alle Beweise sprechen gegen ihn. Doch Flynn glaubt an seine Unschuld und kommt einem diabolischen Serienkiller auf die Spur. Das Tolle am Buch: Der Killer erhält abwechselnd mit Anwalt Flynn je ein eigenes Kapitel, Schachzug um Schachzug treibt das die Handlung voran. Das hält die Spannung hoch, man fiebert mit: Wer behält am Ende die Oberhand? Einziges Manko: An manchen Stellen sind die Kontrahenten so genial, dass es fast schon zu viel wird.
Karl Hinterwaldner
