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Fragwürdige Parteien
Der Klientelismus ist das Grundübel der italienischen Politik. Das wird sich auch auf die anstehende Wahl im September auswirken. Ein Gastkommentar von Max Haller.
ff media | 17. Aug 2022 | ff 33/2022
Wahlplakat für die ultrarechten Fratelli d‘Italia: Giorgia Melonis ausländerfeindliche und EU-kritische Reden ähneln denen von Marine Le Pen.

Foto: Alberto Pizzoli/AFP

Ministerpräsident Mario Draghi ist zurückgetreten. Seit 1945 gab es in Italien rund 70 Regierungen – zweifellos ein europäischer Rekord. Ein häufiger Regierungswechsel ist für Wirtschaft und Gesellschaft immer abträglich und insbesondere in Zeiten wie diesen, in denen sich schwere Krisen häufen.

Die Ursache des Sturzes dieser italienischen Regierung nach weniger als zwei Jahren nur in der sturen Haltung der 5-Sterne-Bewegung zu sehen, greift viel zu kurz. Auch Draghi zeigte eine gehörige Portion an Arroganz mit seiner Entscheidung, nur mit einer großen nationalen Koalition weiter...

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