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SOMMERGESPRAECH
„Das schöne Gastgewerbe ist zur Industrie verkommen“

Sylvia Rier war lange Jahre Touristikerin. Sie sagt: Südtirol muss sich etwas einfallen lassen, bevor die Stimmung kippt. Und fordert eine Einheimischengesinnung.

6. Aug 2026 | ff 32/2026

Sylvia Rier im Innenhof der Stadtbibliothek Brixen: „Wir haben die Gäste gerufen, als Südtirol noch ein armes Land war. Und jetzt müssen wir sehen, wie wir damit klarkommen.“

Foto: Alexander Alber

ff: Warum haben immer mehr Leute in Südtirol ein Problem damit, dass immer mehr Reisende zu uns kommen?

Sylvia Rier:Viele Einheimische sind einfach überfordert. Man kommt nirgends mehr hin, alles ist teuer, alles ist voll. Ich habe erst kürzlich mit einer Bekannten gesprochen, sie hat mir gesagt, auf die Seiser Alm geht sie gar nicht mehr hoch, weil so viele Leute dort sind.

Und Sie selbst?Ich bin im Winter immer gern mit dem Hund hinauf. Da waren die Leute alle auf den Pisten, da ist das gut gegangen. Dann bin ich im Sommer...

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