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Der Vorhof des Todes
Das Buch von Costantino Di Sante beschreibt, wer im KZ Bozen gefoltert und gemordet hat. Die Täterinnen und Täter lebten unter uns. Ein Auszug aus „Der Alltag der Wärter“.
ff media | 7. Aug 2024 | ff 32/2024
Die Zellen im Lager von Bozen (in einer Aufnahme, die nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden ist): 9.500 Menschen waren darin interniert, 3.800 wurden nach Mauthausen, Dachau oder Auschwitz deportiert.

Foto: NARA, „War Crimes. Bolzano“

Otto Sain und Michael (Mischa) Seifert sind die schlimmsten Peiniger der Internierten und verantwortlich für mindestens neun Morde, darunter an sechs Frauen, begangen in den Zellen des Konzentrationslagers Bozen. Über ihr Leben war wenig bis gar nichts bekannt, bis 1999 die Militärstaatsanwaltschaft Verona die Ermittlungen zu den Schuldigen für die im Konzentrationslager Bozen begangenen Verbrechen wieder aufnahm.

Die Aussage des Lagerkommandanten Karl Titho vor den Alliierten liefert biografische Informationen über die beiden:

„Sain Otto, SS-Soldat, Deutsch-Lette, ca. 20–21...

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