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Die Asphalt-Nomaden
Lkw-Fahrer führen ein Doppelleben, um uns mit Gütern zu versorgen. Blick in eine harte Branche.
Leben auf dem Parkplatz: Dimitar, Lkw-Fahrer aus Bulgarien, in Bozen Süd im Juli.

Foto: Ludwig Thalheimer

Autobahnraststätte Gräfenhausen-West, Hessen, Nähe Darmstadt: Seit drei Wochen stehen dort 150 blaue Lkw still. Mitten in Deutschland streiken Usbeken, Kasachen, Tadschiken und Georgier, die für einen polnischen Spediteur fahren, weil sie seit Monaten kein Geld bekommen. Die Fahrer stehen „ganz hinten in der Lieferkette“, schrieb die Berliner Tageszeitung letzte Woche. Aber sie wehren sich.

Dieser wilde Lkw-Streik ist tatsächlich schon der zweite in Gräfenhausen in diesem Jahr. Im April erstritten sechzig Fahrer 300.000 Euro an Lohnforderungen von derselben polnischen Firma, die...

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