Wegen Zufahrtsstraßen hat die Gemeinde Brixen über hundert Gerichtsprozesse anstehen. So die Aussage einer Persönlichkeit, deren Seriosität wohl über alle Zweifel erhaben ist. Steckt System dahinter? Ist die von maßgeblichen Lokalpolitikern stets lapidar verkündete Doktrin „Keine Zahlung von Entschädigung – die Gemeinde hat kein Geld“ der Fokus der vielen Kontroversen?
Wissend, dass die Gemeinde jährlich X-Tausende Euro Pachtzins für den kaum benutzten Hofburggarten bezahlt, hört sich diese Aussage für Betroffene irritierend an. Allemal frustrierend, wenn, wie beabsichtigt, Fremdbesitz mit Steuergeldern aufgewertet werden soll. Da bekanntlich nach Ablauf des Pachtvertrages alles „Areal-Aufwertende“ in den Besitz des Grundeigners übergeht, kann man wohl von einer Schenkung sprechen: Mit Steuergeldern finanziert, von Politikern großmütig spendiert. Dies zu einer Zeit, in der so mancher Stadtmensch nicht weiß, ob das Geld bis Ende des Monats reicht.
Wenn dominierende Lokalpolitiker unter dem Schutzschirm einer/ihrer Partei willkürlich über Bürgergut (Steuergelder) bestimmen, dabei demokratische Grundwerte missachten, dürfte dies nie und nimmer der Doktrin der 77-jährigen „Partei für die Südtiroler“ gerecht werden!
Werner Rizzi Ladinser, Brixen