Es war grad Pandemie, Julia Hofer lebte eigentlich noch in Spanien, verbrachte den Lockdown aber in Brixen und war dabei, sich als Sprachlehrerin selbstständig zu machen – als sich ein gewisser Marco aus Bozen bei ihr meldete.
Er, italienischer Muttersprachler, hatte zwei Töchter in der deutschen Grundschule und gute Deutschkenntnisse. Bei den Elternabenden aber, sagte er, sei er schnell am Ende mit seinem Deutsch, wenn die anderen Eltern in den Dialekt wechseln. Deshalb würde er das gerne lernen.
Warum nicht, sagte Julia Hofer. Zeit hatte sie. Anderen Sprachen beibringen,...
