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Im „Marterkrieg“
Soldaten und Zivilisten hungern und die nationalen Auseinandersetzungen verschärfen sich. Auch zwischen Deutsch- und Welschtirolern. 1918 und das Kriegsende in Tirol. Teil 2.
ff media | 1. Aug 2018 | ff 31/2018
Ende mit Schrecken: Soldaten auf dem Weg in die Heimat, der Bahnhof Bozen Anfang November 1918 nach dem Zusammenbruch.

Foto: Museo Storico Italiano della Guerra

Die Unzufriedenheit mit dem Krieg steuerte 1918 einem Höhepunkt entgegen. Unmut und Protest standen auch in Tirol in einem direkten Zusammenhang mit den Versorgungsschwierigkeiten und dem krassen Reallohnverlust. Geld war nichts mehr wert. Die Situation hatte sich bereits 1916 verschlechtert und 1917 zugespitzt. Im letzten Kriegsjahr kam es auch in Tirol zu landesweiten Hungerkrawallen, Arbeitsniederlegungen und Streiks. „Hoffentlich wird der Marterkrieg ein Ende nehmen“, schrieb der Trentiner Ettore Cordin unter dem Eindruck der traurigen Verhältnisse des letzten Kriegsjahres.
Der als...

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