Im Herzen der Dolomiten, in Campill bei St. Martin in Thurn im Gadertal, treibt das Wasser des sprudelnden Seresbachs eine ganze Reihe von restaurierten Mühlen und alten Maschinen an. Die Einheimischen nennen dieses besondere Tal „Val di Morins“ – das Tal der Mühlen. Früher liefen die Mühlen ausschließlich im Herbst, nach der Getreideernte, heute werden sie vor allem für Besucherinnen und Besucher in Betrieb genommen. Eine davon wird im Sommer sogar regelmäßig mittwochs von 10 bis 15 Uhr in Gang gesetzt.
Was Kindern gefällt
Rinnen, Schleusen und Sperren leiten das Wasser des Seresbaches auf die großen, hölzernen Mühlräder. Es klappert, rauscht und spritzt, wenn das Wasser auf die Räder trifft und sie in Bewegung setzt. Die Technik dahinter ist komplex und doch verblüffend einfach. Das Wasser dreht die schweren Mühlräder, die dann über Zahnräder und Wellen die Mahlsteine antreiben.
Einige der Mühlen gehören zu den Höfen des kleinen Weilers Seres, andere zu den Häusern von Miscì. Nur die erste Mühle kann von innen besichtigt werden, aber keine Sorge: Die restlichen sieben Mühlenhäuschen sind ebenfalls restauriert und von außen sieht man die spannende Technik sehr gut. Das Wasser saust munter durch die hölzernen Zuflussrinnen und sorgt mit dem richtigen Gefälle für die nötige Kraft, um das Schaufelrad anzutreiben.
Der Rundweg durchs Mühlental ist nicht nur ein Ausflug in die Natur, sondern auch eine Reise in die Geschichte: Hier wird das Leben der Bergbauern von einst lebendig – man kann sich gut vorstellen, wie die Menschen früher gearbeitet und gelebt haben, um ihr tägliches Brot zu sichern.
Tipp
An der Forststraße, die kurz vor Miscì westlich abzweigt (Weg Nr. 3, 5), ist in schönstem Wiesen- und Waldgelände am Campiller Bach eine Grillstelle mit Tischen und Bänken eingerichtet; eine Quelle spendet kristallklares Trinkwasser. Ein idealer Platz für eine Jause im Freien.
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