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TITEL
Das Morsche Erbe

Ein Haus und seine Geschichte: was das Loch im Justizpalast über die Fehler der Vergangenheit, die Debatten der Gegenwart und die Probleme der Zukunft erzählt.

Am Donnerstag, 16. Juli, kurz nach sechs Uhr, stürzen vier Stockwerke, der Mittelteil des Gerichtsgebäudes, in sich zusammen. Männer der Berufsfeuerwehr riegeln den Platz rund um den Palast ab. Hunde der Rettungsstaffel suchen im Schuttkegel nach Verschütteten. Verletzt wird zum Glück niemand.

Foto: Alexander Alber

Eine Woche ist vergangen. Das Loch ist immer noch da. Richter, Anwältinnen, Politiker stehen weiterhin vor der klaffenden Wunde im Justizpalast. Fassungslos, vor allem aber ratlos.

Am 16. Juli, kurz nach sechs Uhr morgens, war ein Teil des Gerichtsgebäudes eingestürzt. Seither liegen Akten, Beweismittel und Unterlagen unter den Trümmern. Manches wird für immer verschollen bleiben. Anderes wird in diesen Tagen und Wochen geborgen werden können. So genau lässt sich nicht feststellen, was fehlt. Nicht nur das Gebäude ist zusammengebrochen, auch die Justiz liegt in Trümmern. Wie wird...

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