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Von Campill auf den Zwölferkofel
Von Campill aus wirkt der Zwölferkofel wie ein uneinnehmbarer Felskoloss. Doch der Anstieg auf den fast 2.400 m hohen Gipfel ist erstaunlich einfach, der Ausblick grandios! Diese Tour ist selbst bei gutem Wetter nicht überlaufen. Proviant sollte man aber dabeihaben, unterwegs gibt es keine Einkehrmöglichkeit.
ff media | 24. Jul 2024 | ff 30/2024
Dieser Zwölferkofel (2.394 m) liegt im Zwischenkofeltal (Antersasc) und ist nicht zu verwechseln mit dem über 3.000 Meter hohen Zwölferkofel in den Sextner Dolomiten.

Foto: Anja Eichelsdörfer

Am Infopoint folgen wir den Markierungen Nr. 5 und 9 in südlicher Richtung, an der Pfarrkirche vorbei. Imposant ragen die schroffen Felswände des Zwölferkofels, Ziel unserer Wanderung, vor uns in die Höhe. Entlang der Fahrstraße spazieren wir durch Campill und lassen das Dorf hinter uns. An einer Weggabelung halten wir uns rechts (Nr. 9, „Antersasc“) und erreichen wenig später einen Parkplatz (wer mit dem Auto kommt, kann auch hier parken, circa 45 bis 60 Minuten weniger Gehzeit).

Wir sind auf einer Forststraße unterwegs, ignorieren alle Abzweigungen und bleiben auf Weg Nr. 9. Eine halbe Stunde später zweigen wir rechts ab (Nr. 9). Langsam wird aus dem breiten Weg ein Steig und auch die Steigung nimmt zu. Etwa 25 Minuten später queren wir eine Forststraße, bleiben aber zunächst auf dem Steig und biegen erst später rechts auf die Forststraße ab (Nr. 6, „Antersasc“). Es geht bergauf, vor uns breitet sich das Antersasc--Tal aus. Kurz vor der Antersasc--Alm biegen wir rechts ab (Nr. 12, „Crep Dales Dodesc“) auf den zweiten der beiden abzweigenden Wege.

Auf einem schmalen, gerölligen Steig (Trittsicherheit beim Abstieg nötig) steigen wir nun steil den grünen Bergrücken hinauf. Bald beschreibt der Weg einen Rechtsbogen und führt in Richtung Norden durch eine Mulde. Wir folgen dem gut sichtbaren Steig über blühende Almwiesen in kontinuierlicher Steigung auf das weite, grasige Gipfelplateau. Bis auf eine leicht ausgesetzte Stelle hält der Aufstieg keine Schwierigkeit bereit.

Nahezu eben gelangen wir auf dem letzten Stück zum Gipfelkreuz. Hier oben erwartet uns ein herrlicher Blick auf die Puezgruppe, den Peitlerkofel, den Seekofel, den Heiligkreuzkofel und das weit unter uns liegende Bersteigerdorf Campill. Nach einer ausgiebigen Rast geht es auf dem Hinweg zurück nach Campill.

Die ungekürzte Version und viele weitere Wandertipps finden Sie im Buch.

Infos in Kürze

Lange Gipfeltour für Konditionsstarke, beim steilen Abstieg ist Trittsicherheit nötig.

Start: Campill, Infopoint bei der Kirche, 1.400 m

Gehzeit: 6–7 Std., 990 Hm, 15,7 km

Anfahrt: Im Gadertal kurz nach Pikolein rechts abbiegen und bis Campill fahren. Einige kostenlose Parkplätze unterhalb der Kirche.

Öffis: Bus: Linie 464, Haltestelle: Campill

Einkehrtipp

Keine Einkehrmöglichkeiten unterwegs, Cafés und Restaurants in Campill, Snackbar bei der Sitting Bull Ranch kurz nach Campill.

Das Buch zum Tipp

Anja Eichelsdörfer

Dolomiten hautnah

Leichte bis mittelschwere Wanderungen

Folio Verlag
(Wien/Bozen) 2024

ISBN 978-3-85256-898-0

Erhältlich im Buchhandel!