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Unterwegs auf dem Puez-Höhenweg
Diese mittelschwere Tageswanderung für konditionsstarke und trittsichere Bergwanderer im Naturpark Puez-Geisler führt durch eine Bilderbuchlandschaft. Bereits die Berg-bahnfahrt zum Col Raiser und der malerische Wanderweg zur Regensburger Hütte sind vielversprechend, aber nach dem etwas schweißtreibenden Aufstieg auf die Sielesscharte öffnet sich das grandiose Panorama auf die Puez-Hochfläche und die Dolomiten.
ff media | 26. Jul 2023 | ff 30/2023
Die beliebte Puezhütte auf der Puezhochfläche auf 2.475 m.

Foto: Peter Righi

Von St. Christina fahren wir mit der Col-Raiser-Bergbahn in die Höhe. (Wer die 550 Höhenmeter zur Bergstation zu Fuß überwinden möchte, folgt dem breiten Weg Nr. 1 und 3 bis zur Regensburger Hütte.) Gleich hinter dem Almhotel Col Raiser beginnt der Wanderweg (Nr. 4), der in leichtem Gefälle in östliche Richtung zur Regensburger Hütte (2.039 m) führt. Von hier wandert man auf dem Weg Nr. 2, 3 in sanfter Steigung bis zum Bachbett des Cislesbaches und steigt dann über eine Talstufe, bei der man auf den „Dolomiten-Höhenweg Nr. 2“ trifft.

Nun geht es etwas steiler bergwärts, bald erreichen wir die Furcela Forces de Sieles (Sielesscharte) auf 2.512 m und lassen den Blick über die Puez-Hochfläche und den Sellastock schweifen. Ab der Scharte folgen wir Weg Nr. 2 und steigen links auf die Gratschulter (drahtseilgesichert) bis auf etwa 2.600 m und erreichen den höchsten Punkt dieser Panoramatour. Nun queren wir eine steile Flanke und wandern über die Puezalpe bis zur Puezhütte (2.481 m). Der breite Wanderweg (Nr. 2, Alta Via) verläuft in südöstliche Richtung, ein Stück der Kante der steilen Felswände entlang, die den markanten Talschluss des Langentals formen. Bald erreichen wir die Furcela de Ciampëi oder Ciampëischarte auf 2.366 m. Nun geht es über die Crespëinahochfläche mit dem Bergsee, der zum Baden einlädt. Nach einem kurzen steileren Anstieg erreichen wir die Crespëinascharte (2.526 m), auf der man unbedingt verweilen sollte.

Der letzte Abschnitt führt über die Cirscharte (2.465 m), bei der Jimmy-Hütte bietet sich noch eine Einkehrmöglichkeit mit bester Aussicht, bevor man den letzten Kilometer zum Grödner Joch absteigt, von wo uns der Linienbus zurück nach St. Christina bringt.

Infos in Kürze

Mit der Bergbahn zum Col Raiser und weiter zur Regensburger Hütte und auf die Sielesscharte.

Gehzeit: 5 h 45 min, 15,5 km, Aufstieg 863 Hm; Abstieg 852 Hm

Start: Parkplatz Bergbahn Col Raiser, Ankunft und Passstraße am Grödner Joch.

Öffis: Von Bozen mit dem Linienbus Nr. 350 nach St. Christina/Gröden. Vom Grödner Joch mit Linienbus
Nr. 473 nach St. Christina.

Anfahrt: Autobahn A22, Ausfahrt Klausen/Gröden und über die SS242 über Runggaditsch bis nach St. Christina/Gröden und zur Talstation der Bergbahn Col Raiser, dort gebührenpflichtiger Parkplatz.

Einkehrtipp

Puezhütte: Unter neuer Führung hat die beliebte Hütte einen Qualitätssprung erfahren. Typische Bergsteigerkost zu angemessenen Preisen. Juni bis Oktober geöffnet,
kein Ruhetag.
Tel. 0474 646427
www.rifugiopuez.it

Jimmy-Hütte: Die auf 2.220 m oberhalb vom Grödner Joch gelegene Hütte bietet in den liebevoll eingerichteten Stuben gemütliche Atmosphäre und schmackhafte, stilvolle Kuchen an.
Mitte Juni bis Anfang Oktober geöffnet, kein Ruhetag.
Tel. 0471 836776
www.jimmyhuette.com

Die ungekürzte Version und viele weitere Wandertipps finden Sie im Buch.

Das Buch zum Tipp

Peter Righi

Höhenwanderungen in Südtirol

30 alpine Tagestouren

Folio Verlag (Wien / Bozen) 2022

ISBN 978-3-85256-857-7

Erhältlich im Buchhandel.