Als Brigitte Mazohl ein Kind war, war sie verliebt in Geschichte. Sie träumt sich mit Andreas Hofer (der damals selbstverständlich noch ein Held ist) und den Fassbindern in der Bozner Bindergasse in die Vergangenheit, fort von der Einsamkeit des Einzelkindes. So lange, bis die Männer in den Büchern sich der Gegenwart annähern, aussehen wie ihre Großonkel – schwarze Anzüge, Westen, schwere Uhrketten.
Später, als Schülerin am humanistischen Gymnasium in Bozen, setzt sie sich in den Kopf, Geschichte zu studieren. Das Schönste für eine Frau, sagt ihre Mutter, ist es doch, Kinder zu...
