Eigentlich hätte Florian Brigl auch Golfspieler, Jäger, Weltumsegler werden können. Eigentlich war das familieneigene Haus – eine fahrlässige Untertreibung des Pracht-Weinhofes Kornell in Siebeneich – gut bestellt und die vielen Trauben jedes Jahr mehr oder weniger risikolos einer großen Kellereigenossenschaft für gutes Geld geliefert. Aber irgendwo auf den säkularen Regalen des Kornell-Hofes aus dem 14. Jahrhundert standen ein paar verdammte Flaschen aus den Sechzigerjahren – mit einem Greif drauf, dem Wappentier der Burgruine Greifenstein (ebenfalls in Familienbesitz) und mit dem Namen...
