Matsch ist ein Dörfchen im oberen Vinschgau, seine eng aneinander gebauten Häuser liegen auf der Sonnenseite des kleinen Tales, das sich zu den Dreitausendern der Ötztaler Alpen hinzieht. Die Wasserfassung des Ackerwaales, der das Wasser über viele Kilometer bis zu den Feldern um Matsch bringt, ist kurz vor den Glieshöfen im Talschluss am Saldurbach. Wir verbinden diesen Waalweg mit einem Stück des Vinschger Höhenweges zu einem Rundweg von beachtlicher Länge für einen herrlichen Tagesausflug, bei dem alles stimmt: gute Wege, leichte Orientierung, phantastische Aussicht und eine bemerkenswerte Einkehr.
Wir beginnen unseren Ausflug in Matsch, wandern auf der Dorfstraße taleinwärts, nach den letzten Häusern, bei dem Florin-Kirchlein, treffen wir auf den Wegweiser: Alle Wege führen rechts auf der schmalen Asphaltstraße in den Talgrund. Beim Mühl-Hof überqueren wir den Saldurbach, jetzt geht es auf der anderen Talseite bergauf und talauswärts (150 Höhenmeter), bald nach einem großen Bauernhof treffen wir auf den Vinschger Höhenweg.
Wir folgen ihm und biegen dazu links ab, verlassen die Asphaltstraße und gehen auf dem breiten Forstweg (Markierung 20, angegebene Gehzeit bis zum Glieshof 1 h 50 Min) in leichter Steigung und später eben auf der orographisch linken Talseite ins Tal hinein. Beim Saldurbach stoßen wir auf die Autostraße, folgen ihr für einen Kilometer und biegen dann auf den alten Karrenweg ab, der uns am Außerglieshof vorbei über Wiesen zum Einkehrziel, dem Hotel Glieshof, bringt. Bis hierher knappe 3 Stunden Gehzeit. Nach der verdienten Rast geht es auf dem Rückweg zum Tal hinaus, bei der Brücke nach dem Außerglieshof fädeln wir rechter Hand den Steig des Ackerwaales (Nr. 11) ein. Er verläuft kurz parallel zum Saldurbach, bleibt dann in der Höhe und quert mit herrlicher Streckenführung und prächtiger Aussicht zur Ortlergruppe die teilweise steilen und felsdurchsetzten Wiesenhänge. Kurz vor dem Dorf verschwindet das Wasser des Waales in Rohren, und der Steig geht kurz und steil ins Dorf, zum Ausgangspunkt zurück.
Die ungekürzte Version finden Sie im Buch „Südtirols schönste Waalwege“.

