EU-Kolumne von Katharina von Tschurtschenthaler:Die Brüsseler sind Kummer gewöhnt. Kilometerlange Staus, morgens rein, ab 16 Uhr raus aus der Stadt. Man erträgt es mit stoischem Schulterzucken und redet sich ein, drei Stunden im Stau hätten etwas Meditatives: Endlich könne man mal in Ruhe Radio hören. Regelmäßig mutiert der Stau im europäischen Viertel zum Totalstillstand, nämlich immer dann, wenn die Staats- und Regierungschefs zu einem Gipfel anreisen und für ihre Limousinen die Hauptverkehrsadern komplett gesperrt werden. Auf die Spitze getrieben wird die...
