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In dieser Folge … Ethnisch
30. Jul 2026 | ff 28/2026

Südtirol muss kulinarisch mehr sein dürfen als Speck, Knödel und Schlutzkrapfen. Neue Realitäten bringen auch neue kulinarische Traditionen nach Südtirol und tragen auch zum kulturellen Austausch bei. Gut so! Besonders stark vertreten sind asiatische Küchen.

Thailändische, chinesische und japanische Lokale erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Auch die Küche des Nahen Ostens gewinnt an Aufmerksamkeit. Falafel, Hummus und orientalische Mezze sind längst keine Exoten mehr. Hinzu kommen türkische Lokale, die weit über den klassischen Döner hinaus ein breites Spektrum an Spezialitäten anbieten.

Wir stellen drei Restaurants vor, die uns in puncto ethnische Küche überzeugt haben. Zwei davon in Bozen, eines in Meran. Sind die mexikanische und thailändische Küche bei vielen Südtirolerinnen und Südtirolern bekannt, so steht hinter der armenischen Küche doch bei vielen ein großes Fragezeichen.

Carlos & Harmony

Viele kennen Carlos schon seit Langem. Vor mehr als

20 Jahren führte er ein beliebtes mexikanisches Restaurant in St. Jakob, dann verschlug es ihn nach Bozen Stadt, und seit mehreren Jahren erfreuen sich nun die Passerstädter an seiner Küche. Auf die Frage, warum das Lokal Harmony heißt, antwortet die Ehefrau von Carlos, eine Südtirolerin, dass bei Betriebsaufnahme die Auflage bestand, den bestehenden Namen im Restaurantnamen zu führen. Und welche Gerichte gibt’s? Quesadillas, Burritos und Tacos mit Rindfleisch, Huhn oder Meeresfrüchten. Eine Sünde wert ist der

Queso fundido con chorizo (geschmolzener Käse mit Wurst). Himmlisch! Und was noch? Ein alkoholfreies Corona, für den Autor eine Premiere.

Matteottistraße 11, Meran | T. 0473 244 752

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Casa Nur

Nur, das bedeutet auf Armenisch Granatapfel. In Armenien ist der Granatapfel tief in der Kultur des Landes verwurzelt und gilt als Nationalsymbol. Er steht sinnbildlich für Fruchtbarkeit, Wohlstand, Leben und Liebe. Gagik „Gago“ Khalatyan hat sein Lokal demnach sinngemäß dieser Frucht gewidmet. Und was steht in der Karte? Tabouleh, ein Couscous-Salat, und Chinkali, also Ravioli gefüllt mit Rinderhackfleisch, die es auch als vegetarische Variante gibt. Nicht verpassen: Tiraminur, ein in Glas servierter Granatapfel-Tiramisu. Wer nie armenische Weine probiert hat, der kann hier fündig werden. Armenien gilt laut der Bibel als die Wiege des Weinbaus und der Weinherstellung.

Rovigostraße 74, Bozen | T. 0471 362 208 | casanurestaurant.com

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Isaan

Mit dem Isaan Thai hat Bozen ein Restaurant, das sich auf die Küche der nordostthailändischen Region Isaan spezialisiert hat: kräftige Aromen, frische Kräuter sowie eine ausgewogene Kombination aus Schärfe, Säure und Würze. Der Macher hinter dem kleinen Lokal ist Tone Laopeng, 39, seit sechs Jahren in Südtirol. Gekommen ist er, um an der Uni Bozen zu studieren. Jetzt verzückt er seine Gäste mit feurig-würziger Kulinarik – neuerdings öffnet das Lokal auch am Abend. Auf der Speisekarte finden sich gebratene Reisnudeln Pad Thai, gebratener Reis Khao Pad Gai, eine scharf-saure Suppe mit

Zitronengras Tom Yum und die Süßspeise Mango Sticky Rice. Und eine Spezialität der Region: Moo Nam Tok – gegrilltes, scharfes Schweinefleisch mit thailändischen Gewürzen.

Rosengartenstraße 1, Bozen | T. 334 744 8227 | isaanbz.it