Wir starten oberhalb von St. Nikolaus, beim Holzerhof, am Ende der asphaltierten Höfezufahrt. Schon weisen uns die -Schilder „Kaserfeldalm“ den Weg. Nach wenigen Minuten zweigt links vom Forstweg in einer Kehre ein Steig (Nr. 14B) ab, der zügig durch Fichten- und später Lärchenwald bergauf geht. Nach einer knappen Stunde sind wir an einem Almboden angelangt, wo eine Gruppe von schindelgedeckten Hütten steht, beinahe ein kleines Almdorf. Das Schönste an der Alm sind die ursprüngliche und einfache Atmosphäre sowie die Ruhe und die Landschaft rundherum. Der Rückweg ist etwas länger, aber weniger steil, es geht über einen angenehmen Forstweg, der bald nach Süden schwenkt, leicht bergauf führt und sich nach einer langen Hangquerung zum Holzerhof absenkt und uns so zum Ausgangspunkt zurückbringt.
Eine andere, etwas längere Zustiegsmöglichkeit gibt es von der Lahnersäge, dem Naturparkhaus bei St. Gertrud (Bushaltestelle), aus. Über die Flatschhöfe (Wegweiser Nr. 143) geht der Weg über 560 Höhenmeter in 1 Stunde und 50 Minuten zur Alm, für den Rückweg kann eine -Variante über den steilen Steig 14A genommen werden, er stößt auf den Ultner Höfeweg, der taleinwärts wieder zur Lahnersäge führt, somit ergibt sich ein Rundweg.
Infos in Kürze
Start: Ulten, Holzerhof, oberhalb von St. Nikolaus, an der Höfezufahrt, 1.660 m
Gehzeit: 2 h 10 min, 345 Hm, 5,6 km
Anfahrt: Von St. Nikolaus in Ulten auf der Bergstraße Richtung St. Moritz bis zur 2. Linkskehre, hier nach links abbiegen (Wegweiser zum Unterstoan-Hof), auf schmaler, asphaltierter Straße eben etwa 3 km bis zum Ende fahren, einige Parkplätze.
Zustieg auch vom Naturparkhaus Lahnersäge bei St. Gertraud möglich.
Einkehrtipp
Kaserfeldalm: Am schönsten ist es im Freien an den rustikalen Tischen und Bänken, es gibt viel Selbstgemachtes, darunter die Kaminwurzen, originelle und schmackhafte Kräuteromelettes, Kuchen und Säfte.
St. Nikolaus, geöffnet von Anfang Juni bis Mitte Oktober.
Tel. 328 0490191
Die Almgeister
Es wird erzählt, dass die Alm vor Jahrhunderten auf einer etwas höher gelegenen Gelände-stufe lag, der Ort heißt heute noch „Alte Kaser“. Dort sollen Geister ihr Unwesen getrieben haben, sodass ein Arbeiten unmöglich erschien. Auch der Dekan konnte keinen anderen Rat geben, als den, die Alm zu verlassen und sie auf einem neuen Platz zu erbauen, was auch geschah. Spärliche Mauerreste erinnern an den einstigen Standort.
Die ungekürzte Version und viele weitere Wandertipps finden Sie im Buch.


