Seien wir ehrlich: Am Anfang, als der Blauburgunder in unsere Gegend kam, da wurde er von unseren Weinmachern, besonders von den Weinhändlern, „schelch“, quasi misstrauisch von der Seite her betrachtet. Würde dieser kleine, neue Franzose uns tatsächlich Vorteile bringen? Könnte er genauso ertragreich, magari sogar weniger anfällig für Fäulnis sein wie der angestammte Vernatsch, oder: noch besser?
Der Blauburgunder kam gegen Mitte des 19. Jahrhunderts in einer Art Zangenbewegung gleichzeitig vom Norden wie vom Süden zu uns: In Schenna ließ ihn Erzherzog Johann (zusammen mit anderen...
