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„Retten ist unsere Pflicht“
Der deutsche Kapitän Klaus Vogel hat mit der „Aquarius“ 20.000 Menschen im Mittelmeer vor dem Ertrinken gerettet. Dennoch stehen private Helfer wie er in der Kritik: Besorgen sie das Geschäft der Schlepper? Ein Sommergespräch über das Gutsein.
Georg Mair | 12. Jul 2017 | ff 28/2017
Klaus Vogel bei seinem ersten Rettungseinsatz: „Als ich den Ersten auf unser Boot gezogen hatte, wusste ich, wir tun das Richtige.“

Am 26. Februar 2016 fährt die „Aquarius“ zum ersten Mal von Sizilien aufs Mittelmeer hinaus, um Flüchtlinge vor dem Ertrinken zu retten. Mit an Bord ist auch Klaus Vogel, 61, er lebt in Berlin. Vogel ist der Gründer der Hilfsorganisation SOS Méditerranée. Normalerweise fährt er für die Schifffahrtsgesellschaft Hapag-Lloyd als Kapitän mit großen Containerschiffen über die Weltmeere. 2014 hat er sich beurlauben lassen, um im Mittelmeer Leben zu retten. 20.000 Menschen hat die „Aquarius“ in etwas mehr als einem Jahr aus dem Wasser gefischt.
Vogel war jüngst Gast bei der...

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